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 Wenn Sie wissen wollen, wie das mit der Rohrprobe weiter geht, dann können Sie dies unter dieser Seite erfahren und darüber hinaus sich in weiteren Beiträgen, die nach und nach hier eingestellt werden, über Wissensangebote der WWV Consulting informieren.

 

 Im Labor wird die eine Probenhälfte in einer drehbaren Vorrichtung nach Entfetten des Rohrquerschnitts mit der Klebstoffraupe belegt. Der Klebstoff kann aus einer Komponente oder zwei Komponenten (1k- bzw. 2k- Klebstoff) bestehen. Er wird aus der Kartusche auf die Klebfläche aufgebracht. Die andere Probenhälfte wird in einer Fügevorrichtung fluchtend und mit einer vorgegebenen Klebschichtdicke mit der Klebschicht verbunden und zum Aushärten fixiert. 

    

 Proben mit warmhärtenden Klebstoffen härten in dieser Vorrichtung im Umluftofen unter der vom Klebstoffhersteller vorgeschriebenen Temperatur aus und werden je nach Klebstoff nach einer vorgegebene Zeit aus dem Ofen genommen.

 Anschließend können die so hergestellten Proben in entsprechenden Werkstoffprüfmaschinen unter Zug-, Druck- und/oder Torsions- bzw. Schubbeanspruchung untersucht werden. Ideal dafür sind servohydraulische Prüfmaschinen, mit denen diese Beanspruchungen einachsig oder kombiniert erzeugt werden können, entweder quasistatisch-zügig oder schwingend.  

 Als Ergebnis aus solchen Versuchenerhält man Diagramme, die über das Spannung-Verformung-Verhalten von Klebschichten Auskunft geben. Die schwarzen Kurven sind aus reiner Schubbeanspruchung durch Verdrehen der Rohrhälfte gegeneinader bzw. durch einachsige Zugbeanspruchung entstanden. Dabei wird die Verschiebung und die Dickenänderung der z. B. 0,2 mm dicken Klebschicht gemessen. Die farbigen Kurven sind jeweils unterschiedliche Kombinationen aus  Zug- und Schubbeanspruchung.

 Aus diesen Kurven kann man die einzelnen Kennwerte des untersuchten Klebstoffs bestimmen, so die "Fließgrenze", wenn es ein elastoplastischer Klebstoff ist, und die Festigkeit bei Zug, Schub und bei den Spannungskombinationen. Die Anstiege aus dem Ursprung der Kurven stellen die Module, Elastizitätsmodul und Schubmodul, bei  den beiden Beanspruchungen dar. Damit ist das mechanische Verhalten des Klebstoffs bei quasistaisch-zügiger Beanspruchung weit gehend charakterisiert und kann zur Auslegung von Klebverbindungen verwendete werden.
 
 Wenn Sie interessiert sind, was mit diesen Daten noch alles gemacht werden kann und was die WWV Consulting Forschung Klebtechnik GmbH noch so alles zu bieten hat, dann schauen Sie einmal unter unserem Leistungsangebot nach.